Projekttage

Durchführung von Projekttagen am Bsp. des Projekttages "Konrad Zuse"

 

Unterricht wird immer wieder in größeren Zusammenhängen angeboten. Dazu dienen einzelne oder mehrere Projekttage, die fester Bestandteil des Unterrichtsalltags geworden sind. Alle Projekte von 40 Jahren zu dokumentieren ist nicht möglich – beispielhaft sollen hier nur der "Umwelttag" und das "Hiroshima-Projekt" genannt werden. Der folgende Beitrag soll stellvertretend einen Einblick geben:

Konrad Zuse

Projekttag zum Vater des Computers an der GSS

Konrad Zuse, der am 22. Juni diesen Jahres 100 Jahre alt geworden wäre, gilt in der Fachwelt als der Erfinder unserer aktuell vielseitig genutzten PC´s. Der rein mechanisch, binäre Rechner Z 1 glich in seiner Architektur bereits heutigen Computern. Seine Z 3 Maschine war die erste funktionsfähige und programmierbare Rechenmaschine der Welt. Die Z 4 gilt als Grundlage einer deutschen Computerindustrie, denn er entwickelte die erste höhere Programmiersprache und gründete 1949 die erste Computerfirma in Deutschland.

Klaus Michael Dietz, bei der Software AG in Darmstadt tätig, erklärte sich als Zuse Spezialist bereit, in seinem anspruchvollen Vortrag einen Bogen von den Ursprüngen bis zur heutigen Computerwelt zu spannen. Er begeisterte in den ersten beiden Stunden seine Zuhörer vor allem auch durch seine mitgebrachten alten Exponate wie z.B. Lochkarten, riesige Disketten oder sehr seltsame „Festplatten“.

Nach dieser theoretischen Einführung in den ersten beiden Stunden konnten die Schüler in verschiedenen Arbeitsgruppen innerhalb der Klassen praktisch arbeiten: Neben dem Posterwettbewerb „Da steckt Informatik drin“, Plakatgestaltungen zur Person Zuses oder der Geschichte der Datenverarbeitung gab es auch Darstellendes Spiel zu Vor- und Nachteilen digitaler Technik.

 


Wie baut man einen Abakus?  Foto: U.Zotz

In den neuen Arbeitslehre Räumen für Holz und Metall wurden sogar ABACUS-Rechner, der frühere „Taschenrechner“ mit Perlen, hergestellt. Alternativ standen auch die Herstellung mittelalterlicher Rechenseile oder Napiersche Rechenstäbchen zur Debatte. Dieses handwerkliche Arbeiten bereitete v. a. den Gymnasiasten besondere Freude, da in ihrem Stundenplan das Fach Arbeitslehre nicht wie bei ihren Haupt- und Realmitschülern vertreten ist.

Ein Wettbewerb zwischen diesem „Perlenrechner“ und der schriftlichen Addition. Subtraktion, Division usw. steht noch aus.

Die Mathefreaks der 7. Klässler kamen mit Aufgaben zum Dualen System auf ihre Kosten.

Und eine interessierte Gruppe von Schülern der Jahrgangsstufe 11 hatte sogar über ein Simulationsprogramm Gelegenheit einen Einblick in das Programmieren zu bekommen.

Zufrieden waren sich der Referent Herr Dietz, stellvertretender Schulleiter Karlheinz Nichell und die neue Fachbereichsleiterin für die Naturwissenschaften und Mathematik, Frau Ulrike Zotz, darüber einig, dass sich die Mühen der Organisation und das große Engagement der vielen Kollegen für einen solch außergewöhnlichen Projekttag gelohnt haben.

Ulrike Zotz


Geschwister-Scholl-Schule

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